FAQ

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Warum ist eine Lüftungsanlage sinnvoll?

Wir verbringen den Großteil des Tages in geschlossenen Räumen. Räume, die sich in gut gedämmten Gebäuden befinden. Einhergehend mit der verbesserten Dämmung wurde auch die Dichtheit der Gebäudehüllen im Verlauf der letzten Jahre stets verbessert. Fenster und Türen wurden abgedichtet. 

So unterbleibt der natürliche, aber unkontrollierte Luftaustausch infolge von Druckdifferenzen zwischen Innen und Außen. 

Für die Sicherstellung guter Luftzustände in Innenräumen werden jedoch je Person etwa 25 m³ Luft pro Stunde benötigt. Luft, die nun kontrolliert statt willkürlich den Räumen zugeführt wird. 


Auch nicht zu vergessen ist der gewachsene Anspruch an hygienisch unbedenkliches und gut temperiertes Innenraumklima. Gekühlte und gut belüftete Räume stellen heute eher den Standard, denn die Ausnahme dar.


Ein großer Vorteil der kontrollierten Luftzuführung: „So viel wie nötig, so wenig, wie möglich!“. Das spart Heizenergie. Und in Verbindung mit Anlagen mit Wärmerückgewinnung sogar viel Heizenergie!

Ist der Einbau von Lüftungsanlagen zwingend vorgeschrieben?

Nein, bislang erfolgt der Einbau von Lüftungsanlagen ohne rechtliche Vorgabe. 

Aber: Vor Bau- oder Sanierungsbeginn muss in vielen Fällen nachgewiesen werden, dass der notwendige Luftaustausch im Gebäudeinneren sichergestellt ist (siehe Lüftungskonzept)! 

Nur so kann u. a. auch sichergestellt werden, dass durch Nutzer anfallende Feuchtigkeit (in Wohnräumen z. B. durch Kochen, Waschen, Pflanzen) abtransportiert wird. Bliebe dieser Aspekt unberücksichtigt, würden sich schon bald Feuchtigkeitsschäden am Gebäude (Schimmelpilz) abzeichnen.

Und auch auf die thermische Komponente (also die z. B. zuverlässige Kühlung der Innenräume) legen viele Bauherren zunehmend Wert.

Was bedeutet „kontrollierte Wohnungslüftung“?

Wie schon unter „Warum ist eine Lüftungsanlage sinnvoll“ beschrieben, fällt der natürliche, aber unkontrollierte Luftwechsel durch strengere Vorgaben an den maximalen Wärmenergieverbrauch von Gebäuden weg. Insofern muss durch Maßnahmen sichergestellt werden, dass die Innenräume mit ausreichend Luft versorgt werden und verbrauchte und feuchte Luft abtransportiert wird. 

Zumeist erfolgt dieser Luftaustausch mit mechanischen Lüftungsanlagen.

Wie funktioniert eigentlich eine Wärmerückgewinnung in Lüftungsanlagen?

Bedenkt man, dass der Bedarf an Wärmeenergie, der zum Aufheizen von in Innenräumen benötigter Außenluft heute schon bei zum Teil mehr als 40 % des gesamten Bedarfes an Heizenergie für ein Wohngebäude liegt, liegt das Energieeinsparpotenzial auf der Hand!

Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung entziehen der warmen Abluft über sogenannte Wärmetauscher den Großteil (bis zu > 90 %) der Wärmeenergie und führen sie der kalten Außenluft zu. So bleibt ein Großteil der Wärmeenergie im Gebäude! 

Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung helfen also aktiv, Wärmeenergie einzusparen und sind Teil einer energieeffizienten Haus- und Heiztechnik!

Welche Geräte eignen sich besonders für Gewerbehallen?

Die Innentemperatur von Hallen in Produktion und Gewerbe müssen sich oft direkt der Nutzungszeit der Hallen anpassen. Anders als in Räumen zum dauerhaften Aufenthalt von Personen, wie Wohnungen, Hotels oder Büros stehen hier unterschiedliche Nutzungskonzepte im Vordergrund.

So ist es oft sinnvoll, diese Räume nur bei aktiver Nutzung auf Temperaturen mehr als 10 °C oder auch 15 °C zu temperieren.

Zur schnellen Temperaturanhebung braucht es dann eine dynamische Heizung, also zum Beispiel Lufterhitzer. Sie sorgen für eine Aufheizung der Hallen in kürzester Zeit. So wird auch auf diese Weise Energie gespart.

Ist der Einsatz von Lüftungsgittern oder Drallauslässen genormt oder vorgeschrieben?

Nein, es gibt keine generelle Pflicht zum Einsatz bestimmter Auslässe.  

Aber: In Lüftungsanlagen gemäß DIN EN 12589 oder DIN 1946-6 muss die Luftverteilung so geplant sein, dass ein komfortabler und zugfreier Luftaustritt gewährleistet ist.  

Drallauslässe eignen sich hier besonders gut für große Luftmengen mit hoher Wurfweite –  z. B. in Büros, Verkaufsflächen oder Konferenzräumen.  

Lüftungsgitter kommen meist in Bereichen mit niedrigerer Luftwechselrate oder als Ansaug-/Abluftgitter zum Einsatz.

Wie oft müssen Lüftungsgitter und Luftauslässe gewartet werden?

Luftauslässe und Lüftungsgitter sollten mindestens einmal jährlich gereinigt werden, um hygienische Bedingungen, optimale Luftverteilung und Energieeffizienz sicherzustellen –besonders in gewerblichen oder stark frequentierten Bereichen.

Wann sollte man einen Rohrventilator mit EC-Motor statt mit AC-Motor einsetzen?

EC-Motoren sind elektronisch kommutierte Motoren mit hoher Energieeffizienz. Sie eignen sich besonders bei variabler Luftmengenregelung, da sie über 0–10 V oder Modbus/Digitalsteuerung flexibel angesteuert werden können.  

AC-Motoren sind klassisch netzbetrieben (ein-/dreiphasig), günstiger in der Anschaffung, aber weniger effizient und regelbar.

Was ist der Unterschied zwischen AC- und EC-Motoren bei Ventilatoren?

- AC-Motor (Wechselstrom): Klassisch, robust, einfach, aber ineffizienter und kaum regelbar.  

- EC-Motor (Gleichstrom mit integrierter Elektronik): Hocheffizient, regelbar, leiser Betrieb, oft langlebiger.  

Fazit: Für moderne Anwendungen mit variabler Last (z. B. bedarfsgerechte Lüftung) sind EC-Motoren klar im Vorteil.

Welche Schutzklassen gelten für Ventilatoren im gewerblichen Bereich?

Je nach Einsatzort sind Schutzarten (z. B. IP44, IP54) und Temperaturklassen (z. B. max. 40 °C Umgebung) entscheidend.  

Für Außenbereiche, Küchenabluft oder feuchte Räume muss die Schutzklasse entsprechend angepasst werden.  

Auch die Materialwahl (z. B. verzinkter Stahl, Edelstahl) richtet sich nach den Umgebungsbedingungen.

Wie funktionieren die Steuerung und Regelung gewerblicher Lüftungsanlagen?

Die Regelung erfolgt meist über elektronische Steuerungen (z. B. 0–10 V, Modbus, KNX), die Luftmenge, Temperatur, Zeitprogramme oder Druckverhältnisse steuern.  

Sensoren für CO₂, Feuchte oder Druck sorgen für bedarfsgerechte Anpassung – energieeffizient und komfortabel.  

Bei modernen Systemen mit EC-Motoren ist die Regelung oft direkt integriert oder über externe Steuerungen einfach anschließbar.

Wie funktioniert ein Monoblock- Klimagerät?

Ein Monoblock- Klimagerät funktioniert ähnlich wie ein Kühlschrank - es entzieht einem Raum die warme Luft und gibt diese nach außen ab. Dafür nutzt es das entsprechende Kältemittel, dass in geschlossenen Kreislauf zirkuliert.

Ein Monoblock-Klimagerät kommt meist anschlussfertig an und ermöglicht eine direkte Raumklimatisierung ohne Sachkundezertifizierung (Cham-Klimaschutz Kat. A1) Es eignet sich ideal für Sanierung, Nachrüstung oder kompakte Neubauten. Der verbundene Montageaufwand ist überschaubarer als bei einer klassischen Split-Klimaanlage.

Ist die Nutzung von Klimaanlagen nur saisonal bedingt oder kann eine Klimaanlage über den Sommer hinaus genutzt werden?

Moderne Klimaanlagen sind längst keine reinen Sommergeräte mehr. Viele Systeme- insbesondere Split- oder Multisplit- Anlagen verfügen über eine integrierte Heizfunktion (Wärmepumpenbetrieb) und können ganzjährlich eingesetzt werden. So sorgen sie nicht nur im Sommer für angenehme Kühle, sondern auch im Winter für effiziente Wärme. 

Gerade in Übergangszeiten wie Frühling und Herbst sind Klimaanlagen eine energieeffiziente Alternative zu klassischen Heizsystemen. Dadurch erhöhen sie ganzjährig den Komfort und können helfen, Heizkosten zu senken. 

Wie oft und wie sollte die Wartung und Reinigung von Klimaanlagen und Lüftungskomponenten erfolgen?

Grundsätzlich gilt: Die Wartung sollte mindestens einmal jährlich, bei gewerblichem Einsatz oder starken Verschmutzungen häufiger durchgeführt werden, da die Wartung nicht nur für die Hygiene, sondern auch für die Effizienz und Lebensdauer der Anlagen von Bedeutung ist.